haben die LandFrauen in der Region Osnabrück in diesem Jahr eine Frau geehrt, die seit Jahrzehnten Brücken zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft baut: Simone Egli-Kroll. Im Rahmen einer Feierstunde würdigte Kerstin Kampmann von den LandFrauen Altkreis Wittlage ihr langjähriges Engagement.
Die Erntekrone wird jährlich von einem der vier KreisLandFrauenverbände in der Region Osnabrück gebunden und an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft engagieren. In diesem Jahr wurde die Erntekrone von den LandFrauen Altkreis Wittlage gebunden. Und es war schnell entschieden, dass diese Ehrung Simone Egli- Kroll zuteil werden sollte. Es war eine passende Entscheidung, eine aktive Landwirtin zu wählen, denn die Vereinten Nationen hatten das Jahr 2026 zum Internationalem Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen.
Die Erntekrone steht symbolisch für Dankbarkeit, Gemeinschaft und die Früchte ehrenamtlicher Arbeit. Die Geehrte selbst betonte, dass die Auszeichnung vielen Menschen gehöre, die ihre Projekte über Jahre unterstützt haben. Ihr Dank galt insbesondere den Landwirtinnen und Landwirten, den LandFrauen, den Lehrkräften sowie den Förderern der Friedel & Gisela Bohnenkampstiftung, die diese Bildungsarbeit überhaupt erst ermöglichen.
Landwirtschaft erlebbar machen
Seit mehr als 20 Jahren bringt Simone Egli-Kroll Kindern die Landwirtschaft näher. Was einst in Lintorf begann, setzte sich fort mit Ihrer Arbeit im Projekt „Transparenz schaffen – vom Erzeuger bis zur Ladentheke“. Pro Jahr wurden von ihr bis zu 30 Veranstaltungen auf den Höfen durchgeführt. Zusätzlich übernahm Sie die Koordination des Projekts in der Landvolk-Geschäftsstelle des Kreisverbandes Wittlage.
Dann hat sie ihr eigenes Projekt entwickelt: Von der Natur auf den Bauernhof – vom Bauernhof auf den Tisch. Die Schulkinder besuchen landwirtschaftliche Betriebe, lernen die Herkunft der Lebensmittel kennen und bereiten diese anschließend gemeinsam zu. In ihrer Rede machte sie deutlich, warum ihr diese Arbeit so wichtig ist. Denn mit Sorge beobachte sie, dass viele Kinder den Bezug zur Natur verlieren. Die Konzentration auf ein Thema nehme ab, Naturerfahrungen würden seltener und oft fehle das Wissen darüber, wie Lebensmittel erzeugt werden. „Ich sehe an meinen Schulaktionen, wie wichtig es ist, mit den Händen zu arbeiten“, sagte sie. Gerade praktische Erfahrungen auf den Höfen seien wertvoll und sollten ihrer Überzeugung nach noch stärker in den Schulalltag integriert werden. Eine Aufgabe, die angesichts zunehmender Entfremdung zwischen Erzeugern und Verbrauchern aktueller denn je erscheint
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Engagement weit über die Landwirtschaft hinaus
Darüber hinaus engagiert sich Simone Egli-Kroll auch in der Evangelischen Kirchengemeinde Barkhausen-Rabber. Dort wirkt sie unter anderem in der Redaktion des Gemeindebriefs mit, unterstützt den Posaunenchor, arbeitet im Büchereiteam und gestaltet den Schaukasten der Kirchengemeinde. Auch für die Mitarbeit an Projekten der internationalen Partnerschaftsarbeit fand sie noch Zeit. Und als Mitglied des LandFrauenvereins Wittlage bringt sich Simone Egli-Kroll in agrarpolitischen Ausschüssen auf Landes- und Regionalebene ein.
Mit dem Dank an ihre Familie, die ihr Engagement stets unterstützen und sich selbst ehrenamtlich einbringt, erklärte Simone Egli-Kroll abschließend, „Nur so schaffen wir ein gesundes gesellschaftliches, demokratisches und christliches Miteinander.“